10-Punkte-Programm von Dr. Stefan Kiefer für Augsburg: „Mehr hier. Mehr wir. Mehr Augsburg.“

13. Februar 2014 | Kommunalpolitik

Punkt 5: Augsburgs Stolz: Kulturszene und historisches Erbe**

Bei der Vorstellung des fünften von 10 Wahlprogramm-Punkten des OB-Kandidaten Dr. Stefan Kiefer, betonte dieser, dass Augsburg mit seiner Kunst- und Kulturszene regional und national punkten kann, nach innen und nach außen. Diesen „weichen Standortvorteil“ will die SPD in Zukunft mit schlüssigen Konzepten weiter auszubauen und stärken. Unter der Füh-rung von Dr. Stefan Kiefer soll auch das reichhaltige historische Erbe Augsburgs aus seinem aktuellen Dornröschenschlaf geholt werden.

„Unsere Stadtgeschichte reicht bis zu den Römern zurück und weist durch alle Epochen so viele spannende Höhen und auch Tiefen auf, die sowohl von Augsburgern wie von Touristen erlebt werden möchten. Dieses Erbe macht den Charme unserer schönen Stadt aus und ist Teil unserer Heimat, die es zu pflegen gilt!“

In den vergangenen sechs Jahren herrschte in diesem Bereich absoluter Stillstand, wie Dr. Frank Mardaus, kulturpolitischer Sprecher der SPD monierte. Die Stadtmauer verfällt zuse-hend, ob rings um das Rote Tor oder am Luginsland. Nur mit Hilfe von Privaten und Verei-nen ist es gelungen, die größten Schäden zu beseitigen. „Dass nun endlich die Sanierung des Mauerstücks zwischen Luginsland und Fischertor erfolgt, ist der SPD zu verdanken, die ve-hement für die Aufnahme der 225.000 Euro in den städtischen Haushalt 2014 gekämpft hat“.

Der OB-Kandidat machte im Weiteren deutlich, dass Augsburg ein neues Römisches Museum ersten Rangs benötige zusammen mit einem Archäologischen Park. Kiefer kann sich als Standort sehr gut die ehem. Römischen Siedlungsflächen am Pfannenstiel vorstellen, möchte aber der abschließenden Diskussion mit Experten und Bürgern nicht vorgreifen. „In jedem Fall sollte es möglich sein, dieses parkähnliche Gelände so schnell wie möglich für die Bewohner der angrenzenden Viertel zugänglich zu machen. Wir haben in der Innenstadt eh zu wenige Grünflächen und hier werden 3 Hektar ohne Not den Bürgern vorenthalten.“

Mit Blick auf das eben zu Ende gegangene Brechtfestival betonten beide SPD-Politiker, dass bei diesem eine hohe Qualität vorherrschte, die den Maßstab für gute Kulturveranstaltungen setzt.

„Brecht ist eine Marke mit großer Strahlkraft für Augsburg. Hier sind wir auf einem guten Weg, vor allem weil die Zusammenarbeit mit dem Theater nun funktioniert.“

Nach Nürnberger Vorbild regt Dr. Mardaus eine Umwandlung des Theaters Augsburg in ein Staatstheater an, um die Einnahmen mit Hilfe des Freistaates zu verstetigen und so kommuna-le Ressourcen für freie Szene (Sensemble, Bluespot u.a.) und andere kulturelle Bereiche frei-setzen zu können.

Beim Brechthaus dagegen sieht Dr. Mardaus eindeutig Verbesserungsbedarf. „Es braucht ein schlüssiges Konzept, das nur zusammen mit allen Beteiligten erarbeitet werden kann. Die Einrichtung des „Runden Tischs“ auf Antrag der SPD ist daher richtig. Bei diesen Gesprächen darf auch die Möglichkeit eines Brechtzentrums und Brechts Wirken im Brechtviertel (Bleich) nicht außer Acht gelassen werden.“

Zum Abschluss erklärte Dr. Kiefer, dass die Entwicklung des Gaswerksgeländes mehr braucht als eine Zukunftswerkstatt, die derzeit eigenartiger Weise unter Leitung des Popkul-turbeauftragten eingesetzt wird. „Was wir brauchen, ist eine echte Bürgerwerkstatt", erklärt der OB-Kandidat, "in der mit ei-nem offenen Meinungsaustausch mit Bürgern Oberhausens, den Kreativwirtschaftern und Kulturschaffenden das Gelände auch in der sogenannten Nachverdichtung also Neubebauung untersucht wird". Auch braucht es eine weitere Machbarkeitsstudie, die sich mit belastbaren Zahlen zu den Fi-nanzen beschäftigt. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Künstler nicht auf die Straße gesetzt werden, könnte mit einem schrittweisen Umzug von der Reese Kaserne begonnen werden. Bis dahin aber bleibt eine vergleichende Untersuchung beider Standorte notwendig. „In diesem Fall geht Gründlichkeit und eine offene Diskussion vor wahlkampfbedingten Ak-tionismus. Die Pläne für das Gaswerk sind sehr ansprechend, aber die Frage der Finanzierbar-keit ist ebenso offen, wie Fragen der Stadtentwicklung sowohl für das Reese-Gelände als auch für das Gaswerk-Areal.“

Eine offene Diskussion und neue Ideen möchte die SPD auch im Bereich der Jugendkultur entwickeln. Klar ist für beide SPD-Politiker, dass es ein Jugendkulturfestival in Augsburg gibt und dies auch kontinuierlich stattfinden soll und dass in der Maximilianstraße 2015 wieder ein Straßenfest stattfinden wird.

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