Europawahl: CSU-Mann soll sich entschuldigen

20. Mai 2014

Förster fordert: Markus Ferber muss sich entschuldigen oder zurücktreten!

Angesichts des drohenden Zuwachses von antieuropäischen und nationalistischen Tendenzen vor der Europawahl hat der europapolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und schwäbische MdL Linus Förster an die Kandidaten appelliert auf persönliche Diffamierungen innerhalb der demokratischen Parteien zu verzichten.

Besonders enttäuscht zeigt Förster sich dabei von Markus Ferber, CSU MdEP, der gleichzeitig Landesvorsitzender der „Europa-Union“ ist und fordert dessen Rücktritt als Landesvorsitzender, falls sich dieser für seine Entgleisungen nicht entschuldigt!

„Die ‚Europa-Union‘ ist die eine der größten proeuropäischen Organisationen die größten Wert auf ihre Überparteilichkeit legt“, erklärt Förster, der bisher ebenfalls noch Landesvorstandsmitglied ist. Aber nach den unsäglichen Äußerungen Markus Ferbers, der öffentlich den Präsidenten des Europäischen Parlament, Martin Schulz, als „Geschäftsführer europäischer Schlepperbanden“ bezeichnet hat, fordert Förster in der „Aktuellen Stunde“ des bayerischen Landtags eine Entschuldigung Ferbers bei Martin Schulz. Bis diese erfolgt, hat Förster und mit ihm der ehemalige Bundes-Staatsminister für Europa, Günter Gloser, seine Aufgabe als kooptierte Vorstandsmitglieder im Landesvorstand der Europa-Union niedergelegt. Beide erwarten, dass das Verhalten Ferbers Konsequenzen für den Landesvorstand der Europa-Union hat. „Als Landesvorsitzender der Europa-Union ist er seiner Verantwortung nicht gerecht worden, aber schlimmer für mich ist, dass er mich auch persönlich enttäuscht hat“, so Linus Förster. Er und Gloser behalten ihr Engagement auf regionaler Ebene aber bei.

Dr. Linus Förster, kritisiert, dass der überzogen scharfe Ton und die persönlichen Beleidigungen um des Wahlerfolges willen jene Stimmungen verstärken wird, die nicht auf eine Reform der EU, sondern auf Rückabwicklung oder Zerstörung der EU aus sind. „Dies kann nicht im Sinne einer proeuropäischen überparteilichen Organisation sein“, findet Förster und fordert andere Mitglieder auf sich der Kritik an Ferber anzuschließen: „Wer jemals befunden hat, dass die ‚Europa-Union überparteilich sein sollte, muss jetzt klar Stellung beziehen und Ferber in die Schranken weisen!“

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