Sozialdemokratische Unterstützung aus Stuttgart für Augsburger Wunsch nach einer besseren Bahnanbindung

29. Juli 2013

Ausbau der Bahnstrecke Ulm-Augsburg bis 2021 ist nicht nur wichtig für Bayerisch Schwaben, sondern für Süddeutschland und die "Magistrale für Europa"

Die SPD in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart unterstützt die Forderung aus Augsburg, dass die Bahnstrecke Augsburg-Ulm auf Tempo 200 ausgebaut werden muss, so wie das im Bundesverkehrswegeplan 2003 vorgesehen ist. Das ist das Ergebnis eines Treffens des Vorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion, Dr. Stefan Kiefer, mit Vertretern der Stuttgarter SPD-Fraktion und der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) Stuttgart. "Das Verzögern dieser Maßnahme durch den Bund ist nicht nur eine Benachteiligung für den Wirtschaftsraum Augsburg, die ganze Magistrale für Europa leidet unter dem Flaschenhals im Westen Bayerns", fasst SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Kiefer die gemeinsame Position zusammen.

Die SPD in Stuttgart und Augsburg drängt darauf, dass die Ertüchtigung der Bahnstrecke Ulm-Augsburg bis 2021 zu realisieren ist, weil in diesem Jahr planmäßig die Neubaustrecke Stuttgart-Wendlingen-Ulm fertiggestellt wird. Dann droht ab Ulm eine "Langsamfahrstrecke" und das Ziel, den Fernverkehr auszubauen (z. B. durch regelmäßige TGV-Verbindungen Paris-München statt bisher Paris-Stuttgart) ist gefährdet. Nachdem sich das Land Baden-Württemberg mit nahezu zwei Milliarden Euro am Bahnprojekt Stuttgart-Ulm beteiligt, fordert die SPD, dass sich auch Bayern an der Bahnlinie Augsburg-Ulm finanziell beteiligen muss.

Gemeinsam appellieren die SPD-Politiker, dass der Freistaat Verbesserungen im Nahverkehr durchführen muss (Drittes Gleis Augsburg-Dinkelscherben). "Wir brauchen diesen Ausbau in voller Länge, um die Leistungsfähigkeit der Strecke Ulm-Augsburg sowohl für Güter- und Personenverkehr zu gewährleisten", so der Augsburger Bundestagsabgeordnete Heinz Paula.

Die SPD-Politiker aus Augsburg und Stuttgart fordern gemeinsam, dass die Bahnstrecken Augsburg-Buchloe und die Südbahn Ulm-Friedrichshafen elektrifiziert werden, um den Zulauf zum alpenquerenden Verkehr über die Schweiz zu verbessern. In der Schweiz werden derzeit mit dem NEAT Milliarden für den Ausbau von Bahnlinien nach Italien ausgegeben, um den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. "Beim Zulauf zum NEAT gibt es hingegen kaum Fortschritte, wobei jeder Güterverkehr, der auf der Schiene statt auf der Straße abgewickelt wird, gut ist", so der Stuttgarter Stadtrat Manfred Kanzleiter.

Ein gemeinsamer Appell geht auch an den Bund, der im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern sehr viel weniger Geld zum Erhalt und zum Ausbau der Schieneninfrastruktur ausgibt, bedauert Andreas Hofmann, Stellvertretender Vorsitzender der SGK-Kreisgruppe Stuttgart.

Weitere Infos zu den Themen Verkehrsinvestitionen in Deutschland im internationalen Vergleich:

http://www.allianz-pro-schiene.de/infrastruktur/europavergleich-schieneninvestitionen/

Weitere Informationen zur "Magistrale für Europa": http://www.magistrale.org/ziele-positionen.html

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