SPD sieht keinen Fortschritt bei Aufklärung des Baupfusches am CFS

24. Oktober 2013

Kiefer: „Gribl und seine Stadtregierung wollen keine Verantwortung übernehmen!“

Nachdem der Schadenersatzprozess um die Baumängel bei der Einhausung und Modernisierung des Curt-Frenzel-Stadions (CFS) nun begonnen hat, pocht die SPD-Stadtratsfraktion mit dem OB-Kandidaten Dr. Stefan Kiefer an der Spitze weiterhin auf lückenlose Aufklärung der Vorgänge und die Übernahme von politischer Verantwortung durch die Beteiligten.

„Beides ist bisher nicht passiert“, wie Kiefer betont. Stattdessen hat OB Gribl lieber die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen von Grüne, Freie Wähler, SPD und die Gruppe der Linken mit Schimpftriaden in der Öffentlichkeit belegt. „Es ist absurd und zugleich beschämend, dass Augsburgs Oberbürgermeister nach wie vor mauert und die Wahrheit über Vertragsabschlüsse, Umplanungen und Verantwortlichkeiten nur scheibchenweise ans Licht der Öffentlichkeit kommt.“

„Aus der Tagespresse zu erfahren, dass zu Baubeginn noch gar kein Vertrag mit dem ausführenden Architekturbüro geschlossen war, ist ein echter Hammer. Es zeigt, dass beim Umbau des CFS von Anfang an vieles nicht korrekt gelaufen ist. Mich wundert es daher nicht mehr, dass umfangreiche Umplanungen ohne Zustimmung des Stadtrats vorgenommen wurden“, erklärt Kiefer. Er widerspricht auch der Aussage Gribls, wonach der Stadtrat informiert wurde, was sich durch zahlreiche Beschlüsse belegen ließe. „Hierbei handelt es sich um Beschlüsse, die der Stadtrat zum Fortgang der Baumaßnahme fassen musste, sonst würden im CFS immer noch provisorische Holztribünen stehen. Dass die Ursachen dafür u.a. in der grundsätzlichen Umgestaltung des Baukörpers liegen, wurde dem Rat nie mitgeteilt und bestreitet die Stadtregierung ja bis heute.“

Der Fraktionsvorsitzende fordert aber von den Beteiligten, und dies sind neben OB Gribl, die Referenten Grab und Merkle, hierfür die politische Verantwortung zu übernehmen.

„Mit der erzwungen Veröffentlichung des Prüfberichts ist das Thema nicht erledigt. Auch nicht mit der Aussage, man werde derartige Baumaßnahmen in Zukunft anders handhaben. Die Mängel beim Stadionumbau waren und sind da, die Mehrkosten sowie die Zeitverzögerung von einem Jahr sind ebenfalls real und belegbar. Auch der Imageschaden für die Stadt. Dieses Thema auszusitzen oder gar zu verdrängen, wird nicht gelingen“, so Kiefer abschließend.

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