SPD-Stadtratsfraktion fordert nachhaltiges Wohnen für Studenten und Auszubildende

12. November 2015

Dr. Florian Freund, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion: „ Studenten und Auszubildende sind auf dem Wohnungsmarkt eine große Zielgruppe“!

In Deutschland wie auch in der Universitätsstadt Augsburg steigen die Studierendenzahlen immer weiter. Aktuell studieren in Augsburg an der Universität und der Hochschule über 25.000 Menschen. Durch die Umwandlung des Klinikums Augsburg in eine Universitätsklinik wird die Zahl der Studierenden nochmals um weitere 1.500 Studentinnen und Studenten ansteigen.

Knapp 37 Prozent (9200 Personen) aller Studierenden wohnen in Augsburg. Davon wohnen wiederum 14 Prozent (1288 Personen) in Wohnheimen. Viele der in Augsburg studierenden Menschen sind demnach Pendler. Dies liegt nach Einschätzung Freunds unter anderem daran, dass in Augsburg auf Grund der hohen Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt immer mehr im mittleren und höheren Preissegment gebaut wird. Studierende und Auszubildende können sich oftmals solche Wohnungen nicht leisten. Viele Investoren scheuen sich trotz der ansteigenden Studierendenzahlen in studentischen Wohnraum zu investieren, kritisiert Freund. Für eine Stadt, die sich wie Augsburg als Universitätsstadt betiteln darf, muss es eine Verpflichtung sein, sich neben dem Ausbau von weiteren Fakultäten verstärkt für adäquaten Wohnraum einzusetzen, so Freund weiter.

Er verweist hierbei auf ein Förderprogramm des Bundesministeriums, das sich „Modellvorhaben zum nachhaltigen Wohnen für Studierende und Auszubildende- Variowohnen“ nennt. Dieses Programm, das mit 120 Millionen Euro vom Bund gefördert wird, hat das Ziel, Kleinstwohnungen, die ein angenehmes Leben und Studieren in Innenstädten ermöglichen, zu schaffen. Die Warmmiete soll auf 260 €, in Städten mit sehr angespannter Wohnungssituation auf max. 280 €, gedeckelt werden. Mit den Vorgaben der Förderrichtlinie soll ein nachhaltiger Wohnraum geschaffen werden, der ggf. zum späteren Zeitpunkt in altersgerechtes Wohnen umgewidmet werden kann. Kommunen haben die Möglichkeit, bis zum 30. Juni 2016 Anträge zum Förderprogramm zu stellen.

Für Stefan Quarg, SPD Stadtrat und Mitberichterstatter des Bau- und Konversionsausschuss des Augsburger Stadtrates steht fest, wenn die Stadt Augsburg nicht in bezahlbaren, sozialen und nachhaltigen Wohnungsbau für Studierende und Auszubildende investiert und Möglichkeiten dafür schafft, wird Augsburg am Ende als Verlierer bei jungen Menschen und Familien dastehen.

Deshalb hat die SPD-Stadtratsfraktion einen Antrag gestellt, dass die Stadt Augsburg vor dem Hintergrund des Förderprogramms ein entsprechendes Konzept ausarbeiten und einen Antrag zum Förderprogramm stellen soll.

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