Schaffung von Wohnraum

Antrag:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wo im Stadtgebiet Augsburg seit längerem leerstehende Gebäude, Wohnungen und Gewerbeleerstände ersichtlich sind. Gewerbliche Umwidmungsbereiche sind zu benennen. Hierzu ist ein Übersichtsplan zu erstellen; ggf. ist wie in anderen Städten bereits praktiziert, ein sog. Leerstandsmelder einzurichten.
  1. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, an welchen Stellen der Stadt Augsburg Nachverdichtungen oder Umwidmungen (schließen von Baulücken, Änderung von Baugrenzen usw.) stattfinden könnten und stellt einen Übersichtsplan auf.

  2. Die Verwaltung wird beauftragt, hieraus eine Priorisierungsliste zu erstellen. Auch einfache allgemeine Wohnstrukturen sollten hierbei denkbar sein

  3. Die Verwaltung wird beauftragt Bebauungspläne daraufhin zu prüfen, ob durch Änderungsverfahren bzw. Neuaufstellung von Bebauungsplänen den geänderten Bedürfnissen auf dem Wohnungsmarkt Rechnung getragen werden kann und dem Stadtrat (Bauausschuss) entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.

  4. Bei der Ausweisung von Neubauflächen unterstützt die Verwaltung die Forderung des Mietervereins und der SPD-Fraktion, das mind. 30 % für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stehen.

Begründung:

Die Stadt Augsburg wächst in ihrer Bevölkerungszahl stetig. Zwischenzeitlich leben über 280.000 Menschen in dieser Stadt. Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass der Wohnungsmarkt nicht nur für die sozial schwächeren Mitbürger immer enger wird, sondern auch Bezieher mittlerer Einkommen und Familien es zunehmend schwerer haben einen angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Zusätzlich kommt noch der Flüchtlingsstrom, der die Stadt Augsburg vor große Herausforderungen stellt. o wurde Augsburg mittlerweile als Gebiet mit erhöhtem Wohnungsbedarf eingestuft. Die SPD-Fraktion hat sich deshalb verstärkt dafür eingesetzt, dass in den dringend erforderlichen sozialen Wohnungsbau investiert wird. So hat die WBG den Auftrag erhalten, in dieser Legislaturperiode 600 Wohnungen zu errichten. Leider reicht diese Maßnahme allein bei weitem nicht aus, wie vom Mieterverein Augsburg kritisiert wurde.

Andererseits gibt es im Stadtgebiet einige Leerstände von Häusern, Wohnungen und Brachflächen zu verzeichnen. Nach unseren Informationsstand ist der Stadt Augsburg jedoch nicht bekannt, wie viele Leerstände es insgesamt gibt. Es wäre unter Umständen durch die Erfassung der Leerstände möglich, der derzeitigen äußerst unbefriedigenden Situation im Wohnungsbau entgegenzutreten. Dies wird im Zuge des Stadtentwicklungsplanes machbar sein.

An anderer Stelle gibt es im Stadtgebiet schon länger Gewerbebrachen. Dabei handelt es sich um Flächen, die das Stadtbild nicht gerade verschönern und für eine Wohnbebauung durchaus herangezogen werden könnten. Auch hier ist es dringend erforderlich, den Bestand aufzunehmen und ein Konzept zur Nachverdichtung zu erstellen. Nachdem, wie bereits oben beschrieben, der Anteil am bezahlbaren Wohnraum dringend erhöht werden muss, ist es auch erforderlich, dass bei der Ausweisung von Neubauflächen eine Quote für den sozialen Wohnungsmarkt eingeführt wird. Die SPD beantragt auf Grund der steigenden Nachfrage, dass künftig mindestens 30 % der zu bebauenden Fläche für den sozialen Wohnungsmarkt ausgewiesen wird. Zudem erscheinen Kombi-Lösungen mit Wohnstrukturen im low-budget Bereich, die vorübergehend der Asylnutzung zur Verfügung stehen und in Folge sozial schwachen als Wohnraum dienen kann, sinnvoll. Es ist strikt darauf zu achten, dass Asylsuchende und sozial schwache MitbürgerInnen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Für die Zukunft ist es wichtig, dass das Angebot an Wohnungen für alle massiv gesteigert wird. Um dies zu erreichen, müssen die Aktivitäten und Maßnahmen gesteigert werden. Denn nur so kann der soziale Frieden in unserer Stadt gewahrt werden.